Fachplanung Kampfmittel
Sicherheit durch Erfahrung
Kein Bauvorhaben gleicht dem anderen und jedes Baufeld bringt seine eigenen Herausforderungen in Bezug auf den Kampfmittelverdacht und die Möglichkeiten, Erforderlichkeiten und Einschränkungen bei der Umsetzung der Kampfmittelsondierungen und -räumungen mit sich.
Für eine erfolgreiche Fachplanung zum Thema Kampfmittel ist es notwendig, direkt ab Projektbeginn die Relevanz dieses Themas frühzeitig zu erfassen und einen qualifizierten Fachplaner in das Projektteam einzubinden, der schon in der Entwurfsplanung entscheidende Hinweise geben kann. Elementar für eine erfolgreiche und objektbezogene Sondier- und Räumplanung ist sowohl eine vollumfängliche Erfassung der Historie des Baufeldes als auch eine detaillierte Auswertung des anstehenden Bauvorhabens und eine Bewertung der zum Einsatz kommenden Bautechniken unter dem Gesichtspunkt der Kampfmittelsondierung.
Für ein erfolgreiches Projekt zum Thema Kampfmittel unterstützen wir Sie vom Grunderwerb bis zur Abnahme des vom Kampfmittelverdacht befreiten Baufeldes.
Erstberatung von Bauherren
Informiert entscheiden
Für viele Bauherrinnen und Bauherren stellt das Thema Kampfmittel ein weitgehend unbekanntes Fachgebiet dar. Ohne tiefergehende Vorkenntnisse kann dieses Thema daher schnell überwältigend wirken oder die Bedeutung kann ggfs. schlichtweg nicht richtig beurteilt werden. Hier stehen wir Betroffenen mit unserem Fachwissen im Bereich Planung und Beratung zu Kampfmittelverdachtsflächen zur Seite. Wir unterstützen sowohl öffentliche als auch private Bauherrinnen und Bauherren mit einer Einführung in das Thema Kampfmittel und Kampfmittelsondierungen und bieten erste Entscheidungshilfen vor dem Grundstückskauf oder der Planung von Bauvorhaben und Kampfmittelverdachtsflächen.
Einführen in die Gesetzgebung
- Übersicht über geltende Gesetze, Verordnungen und Technische Anweisungen der Kampfmittelräumdienste.
- Benennung der zuständigen Ämter und Stellen.
- Darstellung der Pflichten der Bauherrin bzw. des Bauherren beim Bauen in Verdachtsflächen.
Erläuterung der Verdachtssituation
- Erläuterung verschiedener Arten von Kampfmittelverdachtsflächen.
- Herleitung der Entstehung der Verdachtsflächen.
- Darstellung des möglichen Gefährdungspotentials.
Erstbeurteilung des Baufeldes
- Bewertung der Verdachtssituation im Baufeld.
- Erste grobe Bewertung der Gefährdung durch geplante Bautätigkeiten.
- Erstbeurteilung des zu erwartenden technischen und wirtschaftlichen Aufwands zur Kampfmittelsondierung.
Gefährdungsabschätzungen
Vom Entwurf zur Vorzugsvariante
In der frühen Entwurfsphase aktueller Bauprojekte werden unterschiedliche Entwürfe aufgestellt und mit dem Ziel der Auswahl einer Vorzugsvariante auf ihre Vor- und Nachteile in Bezug auf u.a. die Wirtschaftlichkeit oder die technische Umsetzbarkeit überprüft. Das Thema Kampfmittel kann hier ein entscheidender Faktor sein und sollte im Entscheidungsprozess berücksichtig werden.
Hierzu erstellen wir fundierte Gefährdungsabschätzungen, in welchen die erforderlichen Grundlagen dargestellt, die Gefährdungspotenziale erläutert und verschiedene Ausführungsvarianten in Bezug auf ihre Auswirkung auf Kampfmittelverdachtsflächen bewertet werden.
Unsere Gefährdungsabschätzungen betrachten dabei mindestens die nachfolgenden Punkte, die bei Bedarf je nach Bauvorhaben um besondere Aspekte der jeweiligen Baufelder erweitert werden können.
Beschreibung des Bauvorhabens
- Übersicht über das geplante Bauvorhaben.
- Darstellung des Bauablaufs und der anstehenden Eingriffe in den Boden.
- Vorstellung unterschiedlicher Ausführungsvarianten.
Darstellung des Kampfmittelverdachts
- Erläuterung von Art und Ausmaß der Verdachtsflächen.
- Überlagerung des Bauvorhabens mit den Verdachtsflächen zur Ermittlung potentieller Gefährdungen.
Bestandsaufnahme des betreffenden Gebietes zu Kriegszeiten
- (Vor-)Kriegszeitliche Nutzung.
- Bebauungsbestand.
- Historische Geländehöhen.
Darstellung der Flächenentwicklung in der Nachkriegszeit
- Nachkriegszeitliche Nutzung und Nutzungsänderungen.
- Änderungen des Baubestandes.
- Änderung der Geländehöhen zu Land und im Wasser.
Ermittlung der Kampfmittelhorizonte
- Ermittlung der Bodenschichten, innerhalb derer mit dem Antreffen von Kampfmitteln gerechnet werden muss.
- Ermittlung der kriegszeitlichen Geländehöhe als Oberkante der Kampfmittelhorizonte.
- Festlegung der Unterkante der Horizonte auf Grundlage des ermittelten Baugrundaufbaus und weiterer relevanter Standortfaktoren.
Gefährdungsabschätzung
- Ermittlung des Gefährdungspotentials der unterschiedlichen Eingriffe in den Baugrund.
- Darstellen von Teilflächen oder Teilbaumaßnahmen ohne Gefährdungspotential.
- Darstellen des zu erwartenden Sondierungsaufwands bei Teilflächen oder Teilbaumaßnahmen mit Gefährdungspotential.
- Gegenüberstellung von Ausführungsvarianten in Bezug auf das Gefährdungspotential.
- Auf Wunsch des AN: Ausblick auf ein mögliches Räumkonzept mit Grobkostenschätzung.
Sondier- und Räumkonzepte
Innovativ und Individuell
Unser Anspruch ist es, unseren Auftraggeberinnen und Auftraggeber stets eine technisch und wirtschaftlich optimal auf das jeweilige Bauvorhaben zugeschnittene Sondier- und Räumplanung zur Verfügung zu stellen. Daher entwickeln wir unter Berücksichtigung der projektspezifischen Rahmenbedingungen und den Vorgaben und Wünschen der Bauverantwortlichen innovative und lösungsorientierte Konzepte zur Kampfmittelsondierung und -räumung.
Diese Leistungen bieten wir selbstverständlich auch im Bereich des komplexen Spezialbaus wie bspw. Arbeiten in und unterhalb von Gleisanlagen, Sondierungen in Wasser- und Hafenflächen mit großen Wassertiefen, starker Strömung und aktivem Schiffsverkehr oder Bautätigkeiten innerhalb von Bundesautobahnen an.
Unsere Sondier- und Räumkonzepte betrachten dabei mindestens die nachfolgenden Punkte, die bei Bedarf je nach Bauvorhaben um besondere Aspekte der jeweiligen Baufelder erweitert werden können.
Bestandsaufnahme des betreffenden Gebietes zu Kriegszeiten
- (Vor-)Kriegszeitliche Nutzung,
- Bebauungsbestand,
- Historische Geländehöhen.
Darstellung der Flächenentwicklung in der Nachkriegszeit
- Nachkriegszeitliche Nutzung und Nutzungsänderungen,
- Änderungen des Baubestandes,
- Änderung der Geländehöhen zu Land und im Wasser,
- Ermittlung von aus der Historie resultierenden, relevanten Standortfaktoren,
Erfassung der Flächenparameter
- Art und Ausdehnung des Kampfmittelverdachts,
- Lage und Zugänglichkeit,
- Aktuelle und angrenzende Nutzungen und Verkehrswege,
- Baumbestand und Bewuchs,
- Bauten- und Leitungsbestand,
- Schutzbereich und Objekte (bspw. Biotope oder Natur- und Wasserschutzgebiete).
Beurteilung der geotechnischen Grundlage der Fläche
- Auswerten vorliegender geotechnischer Berichte und Baugrunderkundungen.
- Ermittlung der für die Kampfmittelsondierung relevanten Bodenschichten.
- Hinweise an die Bauverantwortlichen zu erforderlichem, ergänzendem Erkundungsumfang.
Ermittlung der Kampfmittelhorizonte
- Ermittlung der Bodenschichten, innerhalb derer mit dem Antreffen von Kampfmitteln gerechnet werden muss.
- Ermittlung der kriegszeitlichen Geländehöhe als Oberkante der Kampfmittelhorizonte.
- Festlegung der Unterkante der Horizonte auf Grundlage des ermittelten Baugrundaufbaus und weitere relevanter Standortfaktoren.
Optimal auf die jeweiligen Bautätigkeiten abgestimmte Sondier- und Räumplanung
- Ermittlung von Bautätigkeiten mit Gefährdungspotential.
- Vertikale und horizontale Wirkradien der Bautätigkeiten.
- Umfangs der erforderlichen Kampfmittelfreiheit (vertikal und horizontal).
- Vorstellung unterschiedlicher Sondiermethoden.
- Auswahl der technisch und wirtschaftlich optimalen Sondiermethoden.
- Gegenüberstellung unterschiedlicher Varianten zur Kampfmittelsondierung.
- Schnitt- und Zwangspunkte zwischen Bautätigkeiten und Kampfmittelsondierung.
- Erforderliche Vorarbeiten und Hilfsbauwerke.
- Transparente und eindeutige zeichnerische Darstellung der Räumplanung.
- Zeit- und Kostenschätzung zur aufgestellten Sondierplanung.
Ausschreibung und Vergabe
Vom Papier in die Praxis
Die beste Sondierplanung ist am Ende nur so gut wie ihre Umsetzung. Daher belässt es PKE nicht bei einer theoretischen Planung, sondern arbeitet aktiv an der Ausschreibung und Realisierung erforderlicher Maßnahmen zur Kampfmittelsondierung.
Um unseren Kundinnen und Kunden erfolgreiche Umsetzung der Kampfmittelsondierung zu garantieren, erarbeiten wir im Team auf Grundlage der Sondier- und Räumkonzepte umfangreiche, VOB-konforme Verdingungsunterlagen, inkl. der erforderlichen Mengenermittlungen und Planunterlagen und begleiten Bauverantwortliche bis zur erfolgreichen Veröffentlichung der Ausschreibungsunterlagen.
Selbstverständlich endet unsere Arbeit nicht im Moment der Veröffentlichung. Wir unterstützen Kundinnen und Kunden während des Ausschreibungsprozesses mit der Beantwortung von Bieterfragen und begleiten nach erfolgreicher Submission den Vergabeprozess von der ersten Angebotsprüfung bis zur Beauftragung des erfolgreichen Bieters.
Erstellung von VOB-konformen Verdingungsunterlagen
- Leistungsverzeichnis (LV) mit fundierter Mengenermittlung,
- Fortschreiben der Kostenschätzung zu einer Kostenermittlung,
- Baubeschreibung (BB) mit umfassender Tätigkeitsbeschreibung,
- Planunterlagen zu Sondier- und sonstigen Baumaßnahmen,
- Formblätter.
Begleitung des Ausschreibungsprozesses
- Veröffentlichung der Ausschreibungsunterlagen,
- Aufforderung von Bietern zur Angebotsabgabe,
- Beantwortung von Bieterfragen.
Mitwirkung bei der Vergabe
- Fachliche und wirtschaftliche Auswertung eingegangener Angebote,
- Nachforderung von fehlenden Unterlagen,
- Aufklärung von technischen Rückfragen,
- Durchführung von technischen Aufklärungsgesprächen,
- Ausarbeiten einer fachlichen Vergabeempfehlung.